Bei schönem Wetter kann eh jeder… Der Tag unserer 9. Etappe ging wettertechnisch ähnlich weiter wie der Vortag. Man könnte ja meinen, nachdem wir hier mehr oder weniger in unserer Heimat unterwegs waren, hätten wir ja auf besseres Wetter warten können und die beiden Etappen dann spontan angehen können. Aber die Motivation von uns beiden war dann doch zu groß, um länger auf schönes Wetter zu warten.
Kurzes Frühstück und weiter gehts
Nach einer langen Nacht für Reini und einer sehr kurzen für Berni (ganz alleine im riesigen Alois-Günther-Haus war etwas spooky) ging es morgens mit einem kleinen Frühstück los. Wo wir unser Frühstück finden, hat uns der Wirt bereits am Vortag gezeigt, da er so früh noch nicht da sein würde.
Ein schnelles Foto am Gipfelkreuz des Stuhleck und los ging es in Richtung Alpl. Die erste Stunde lang hatten wir eine furchtbare Sicht. Wir waren froh, dass wir die Strecke vom Roseggerhaus zum Stuhleck schon mal an einem schönen Tag gegangen waren. So wussten wir in etwa ob wir richtig waren. Nachdem diese Strecke aber für jung und alt eine sehr beliebte Wanderroute ist, konnten wir uns auch am niedergetretenen Pfad orientieren.
Aufwärmen im Roseggerhaus
Nach ca. einer Stunde weg vom Stuhleck und vorbei an den bekannten zahlreichen Windrädern auf der Pretul kamen wir am Roseggerhaus an. Dort wärmten wir uns mit einem Tee auf. Der dichte Nebel und das ständige Nieseln ermöglichte zwar keinen ganz so entspannten Marsch als sonst, jedoch wussten wir, dass uns bei der heutigen Etappe keine große Herausforderung begegnen würde. Es würden rund 17 km sein die durchgehend leicht fallend waren. Hier im Roseggerhaus fühlten wir uns sehr gut aufgehoben und die Gastgeber waren durchaus überaus herzlich und freundlich. Das konnten wir vom Alois-Günther-Haus nicht ganz so behaupten.
Unser Tipp: Wenn man noch eine Stunde bei der 8. Etappe anhängen möchte, wäre es ratsamer im Roseggerhaus zu nächtigen. Die 9. Etappe ist dann zwar recht kurz, aber es muss ja nicht immer tagesfüllend sein.
Todesgefahr!
Nach unserer Pause im Roseggerhaus ging es weiter über eine Kuhweide. Hier sei gesagt, dass es sich wohl um einen äußerst nervösen Bauern handelte. Nachdem Berni beim Betreten der Weide fünf Schilder gezählt hatte auf denen Totenköpfe, Androhungen von Todesgefahr durch die Rinder und Ähnliches zu sehen war, fragte man sich, was das wohl für „Killer-Rinder“ sein würden.
Es waren gewöhnliche Rinder, so wie die vielen anderen an denen wir an diesem Tag noch vorbeigehen sollten. Da wir Ares auf diesen beiden Etappen zuhause lassen mussten, weil er im Alois-Günther-Haus nicht willkommen war, war das Durchschreiten der Weiden aber ohnehin etwas entspannter als sonst.
Eine wunderschöne Wanderung
Die Tour vom Roseggerhaus zum Alpl können wir jedem nur empfehlen. Eine gemütliche, sehr schöne und familienfreundliche Tour. Natürlich konnten wir das beim schlechten Wetter nicht so genießen. Wir beschlossen aber, uns diese Strecke auch einmal bei Schönwetter anzusehen.
Hallo Waldheimat
Nach einiger Zeit auf Weiden und vorbei an weiteren Windrädern am Steinriegel (die Strecke ist übrigens auch für Mountainbiker ausgeschildert) kamen wir immer mehr in waldiges Gebiet. Es wurde klar: wir nähern uns der Rosegger Waldheimat. Auch hier eröffnete sich uns eine wunderschöne Wanderstrecke. Die Waldheimat ist durchzogen von einigen eher einfachen Wanderrouten und als wir schlussendlich aus dem heraus die Straße über das Alpl überquerten zeigte sich tatsächlich auch die Sonne.
Was uns hier besonders gefallen hat ist, dass man tatsächlich direkt bei der Waldschule (die Schule in die der Schriftsteller und Poet Peter Rosegger ging) herauskommt und sich hier auch noch umsehen kann.
Etappe 09: Stuhleck bis Alpl
Sonntag, 19.07.2020
Stuhleck bis Alpl
17 Kilometer