Etappe 08 – Mönichkirchen bis Stuhleck

Unsere achte Etappe auf dem Zentralalpenweg 02 führte uns von Mönichkirchen zum Gipfel des Stuhleck. Die Wettervorhersage versprach einiges an Regen. Wir gingen also um 6:50 Uhr in Mönichkirchen (Parkplatz Skilift) los, um solange wie möglich im Trockenen zu gehen.

Unterwegs auf vertrauten Wegen

Das Tolle an diesem Weitwanderweg ist, dass wir quasi „zuhause“ vorbeigehen. So führte uns die Route an diesem Tag von Mönichkirchen über das Hallerhaus und die Steinalm zur Steinernen Stiege und zum Niederwechsel. Von dort zum Hochwechsel und weiter zur Kranichberger Schwaig zum Feistritzsattel. Teilweise ist das die Route von Dechantskirchen nach Mariazell. Es war also eine vertraute Strecke für uns.

Die ersten Etappen ohne Ares

Beim Losmarschieren hatten wir noch schönes Wetter. Wir wussten jedoch bereits, dass wir an diesem Wochenende bestimmt nicht trocken blieben. Vom Parkplatz in Mönichkirchen starteten wir mit einer langen Steigung. Erst beim Hochwechsel fängt die Strecke wieder an eben zu werden. Vorbei am Hallerhaus geht es weiter zur Steinalm von wo aus die Steinerne Stiege beginnt. Sie macht ihrem Namen alle Ehre. Hier lässt man einige Höhenmeter in kurzer Zeit hinter sich. Man wird aber zwischendurch immer mit einem wunderschönen Ausblick über die Oststeiermark – zum Beispiel zum Stift Vorau –  belohnt. Unser Weg ging weiter auf den Niederwechsel. Dort hatten wir sehr starken Wind und es begann ganz leicht zu regnen. Ares war bei diesen beiden Etappen leider nicht dabei. Einerseits weil er im Quartier am Stuhleck nicht erlaubt war. Andererseits, weil es vor allem rund um den Hochwechsel sehr viele Kühe auf den Almen unterwegs sind.

Enzianwurzel-Schnaps – das Wundermittel

Am Hochwechsel angekommen machten wir eine kurze Pause im Schutzhaus. Die erste lange Steigung hatten wir geschafft. Danach ging es weiter in Richtung Kranichberger Schwaig. Bei der Kranichberger Schwaig muss man einfach einkehren. Eine gemütliche kleine Halterhütte mit zwei unglaublich sympathischen Haltern und Gastgebern. Wir machten dort unsere Mittagspause und hatten auch noch das Glück, frischen Schweinsbraten zu bekommen. Dort haben wir wieder was Neues gelernt: Die Wirtin erklärte uns nach dem Essen, dass ein Enzianwurzel-Schnaps bei ALLEM hilft. Wenn man beim Wandern einen Durchhänger hat und keine Kraft mehr hat, aktiviert die Enzianwurzel die Leber und macht einen wieder fit. Eigentlich meiden wir den bitteren Enzianwurzel-Schnaps. Aber nach der guten Werbung und weil wir noch einige Kilometer vor uns hatten, sprangen wir über unseren Schatten. Vielleicht war es Einbildung, vielleicht war es der Schweinsbraten oder die Freude wieder unterwegs zu sein aber Berni war der Meinung, dass ihre Beine danach wirklich leichter gingen.

Die Schuhe voller Wasser

Leider fing es jetzt stärker an zu regnen. Wir waren aber gut ausgerüstet und gingen weiter Richtung Feistritzsattel. Dort angekommen querten wir die Straße und starteten den zweiten langen Anstieg an diesem Tag. Wir gingen in Richtung großer Pfaff. Am Weg dorthin waren wir ca. 15 Minuten durch sehr hohes Gras unterwegs. Das Wasser stand uns in Folge knöchelhoch in den Schuhen.  Der große Pfaff baut sich sehr steil auf und man klettert sogar ein wenig, um zum Gipfelkreuz zu kommen. Am Gipfel hätten wir sicher eine tolle Aussicht genossen. Leider bot sich uns nach dem vielen Regen nur die Nebelwand. Der große Pfaff könnte aber auch umgangen werden, wenn man sich den Aufstieg ersparen will.

Flotter als die Wanderschilder

So gingen wir gleich weiter. Nach dem Abstieg zum Pfaffensattel ging es gleich wieder bergauf Richtung Stuhleck. Wir waren mittlerweile schon recht müde da der Regen nicht nachlies und wir auf längere Pausen verzichteten. Wir waren eigentlich der Meinung, dass wir den Aufstieg zum Stuhleck in einer guten Stunde schaffen sollten. Die Wandertafel sagte jedoch 1 Stunde und 45 Minuten das war nach der bereits gegangenen langen Strecke und dem Regen nicht sehr motivierend. Schlussendlich hat sich herausgestellt, dass diese Zeitangabe sehr großzügig bemessen war. Wir schafften den Aufstieg in 1 Stunde 10 Minuten. Unser Ziel, das Alois-Günther-Schutzhaus am Gipfel des Stuhleck, erreichten wir um 16:00 Uhr. Wir bezogen als einzige an diesem Tag das Matratzenlager und aßen noch eine Kleinigkeit. Nachdem der Wirt am Abend ins Tal fuhr, waren wir tatsächlich die Einzigen in dem großen Schutzhaus. Etwas seltsam, aber Reini schlief trotzdem sofort wie ein Stein. Berni schlief leider nicht so gut. Nachdem aber die nächste Etappe eine leichtere war, war es halb so schlimm.

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