Etappe 04 – Großhöflein bis Forchtenstein

Voll motiviert, dass wir die längste Etappe hinter uns gebracht haben starteten wir unsere vierte Wanderung mit nur leicht brennenden Sohlen um 06.24 Uhr in Richtung Forchtenstein. Unser Frühstück und die Jause für den Tag holten wir uns vom Bäcker nebenan (empfohlen von den wunderbaren Gastgebern in der Großhöfleiner Zeche) und marschierten damit durch den wunderschönen kleinen Ort Großhöflein.

Kommt da der Regen?

In der Ferne konnten wir einige dunkle Wolken erkennen auf die wir direkt zugingen. Das würde wohl der erste Tag werden an dem wir unseren Regenschutz brauchen. Bald schon ging es einen kleinen Hügel hinauf und über die Autobahn A3. Auf der Strecke hatten wir einen wunderschönen Ausblick zurück aufs Leithagebirge und zum Neusiedlersee. Vorbei an einer großen Mülldeponie des burgenländischen Müllverbandes ging es danach links in einen Feldweg. Ca. zwei Stunden wanderten wir entlang von Feldern und Wiesen. Dann war es  Zeit für die erste (Frühstücks-)Pause am Waldrand.

Freilaufende Hunde und wieder ein Wildschwein-Wald

Nach der ersten Pause ging es hinein in den Pöttschinger Wald. Im Wald war unser Weitwanderweg sehr gut beschildert. Am Ende des Waldes kamen wir an einem großen Schweinebetrieb und anschließend gleich an einer Pferdekoppel (mit freilaufendem Hund) vorbei. Wenn wir einen freilaufenden Hund sehen, sind wir natürlich sofort alarmiert und vorsichtig. In diesem Fall war der Hund aber nur neugierig schnüffelte ein paar Meter hinter Ares‘ Spur nach. Weiter ging es über den Erlbach in ein kurzes Waldstück. Nach der Überquerung der S4 tauchten wir wieder in einen sehr dichten Wald ein. Auch hier waren die Spuren von Wildschweinen unverkennbar. Die Beschilderung hier war leider teilweise nicht vorhanden. Wir mussten uns mit der Karte helfen.

Kein Regen – dafür aber „gache“ Anstiege

Noch im Wald überquerten wir die L219 (Mattersburger Straße). Als wir endlich aus dem sehr dunklen Wald herauskamen, machten wir kurz vor Wiesen eine Pause. Wir waren an dem Tag recht flott unterwegs aber die Müdigkeit in den Beinen machte sich nun doch schon etwas bemerkbar. Die dunklen Wolken die wir am Morgen sahen haben sich zwar verzogen, aber während der Pause zog ein Wind auf der normalerweise Regen bringt. Somit packten wir unsere Sachen und wanderten weiter direkt in den Festival-Ort Wiesen. Nach Wiesen hinein mussten wir direkt auf der relativ stark befahrenen Straße gehen. Das war für uns und für Ares natürlich nicht sehr angenehm. Ab Wiesen wurde die Strecke sehr hügelig. Starke Anstiege waren von da an immer dabei – der Regen jedoch nicht. Wir blieben zu unserem Glück wieder trocken.

Kein Supermarkt weit und breit

In Wiesen kommt man direkt bei einem Adeg-Markt vorbei. Dieser hat aber leider von 12:00 bis 15:00 Uhr geschlossen. Auf den ersten Etappen des  Zentralalpenweges 02 sollte man auf jeden Fall gut planen, wann man Lebensmittel und Getränke kauft. Man kommt in keine Ortschaften mit Supermärkten direkt am Weg. Zum Glück gibt es wenigstens noch Bäckereien und Fleischer in manchen Gemeinden.

Gasthaus Daskalakis-Sauerzapf – Gastfreundschaft wie sie im Buche steht

Bis nach Forchtenstein war der Wanderweg sehr gut beschildert. Es ging sehr steil bergauf und bergab und unsere Waden wurden nochmal richtig beansprucht. Unser Quartier, das Gasthaus Daskalakis-Sauerzapf, liegt oberhalb der Burg Forchtenstein. Beim „Aufstieg“ wurden wir nochmals mit einem wunderbaren Weitblick nach Eisenstadt, zum Neusiedler See und bis nach Ungarn belohnt. Das Gasthaus Daskalakis-Sauerzapf hat nur noch an den Wochenenden offen. Dennoch stellte sich die über 80 Jahre alte Chefin für uns beide in die Küche und zauberte uns ein leckeres Abendmenü. In der Nähe hätte es nur noch das Restaurant in der Burg Forchtenstein gegeben. Unser Abendessen war somit absolut entspannt, Ares war sehr willkommen und die Ruhe im Haus und Freundlichkeit der Gastgeber war ausgezeichnet. Wir fühlten uns hier sehr wohl und konnten gut entspannen.

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